Hochschuldidaktik und universitäre Lehre

Gute Betreuung für Abschlussarbeiten in den Natur- und Ingenieurswissenschaften
Das wissenschaftliche Verständnis und die Fähigkeit, selbstständig an einem Thema zu arbeiten, geht bei Bachelor- und Masterstudierenden oft sehr weit auseinander. Eine gute Betreuung der Abschlussarbeit muss diesem Umstand Rechnung tragen. Sie darf zum einen keine zu großen Vorgaben machen oder Ergebnisse vorwegnehmen, muss aber zum anderen den Studierenden genügend Hilfestellung geben, so dass sie sich in ihrem Forschungsgebiet zurecht finden können. Dazu bedarf es wohlüberlegter Strukturen und eines guten Gespürs für die Bedürfnisse und Probleme der Studierenden.

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Inhalte und Ziele
Dieser Workshop vermittelt den Lehrenden nötiges Handwerkszeug für eine gute Betreuung: Was ist eine angemessene Struktur für gute Betreuung? Wie viel und welche Hilfestellungen sind zielführend? Wie geht man mit Fragen der Studierenden um? Antworten auf diese und ähnliche Fragen werden in dem Kurs durch eine ausgewogene Mischung aus theoretischem Input, Diskussionen in der Gruppe und Rollenspielen erarbeitet.

Die Teilnehmenden lernen:

  • klare Lernziele mit den Studierenden zu vereinbaren und die gegenseitigen Erwartungen zu formulieren.
  • Bachelor- und Masterstudierende sinnvoll in bestehende Arbeitsgruppenstrukturen, z. B. Gruppenmeetings, einzubinden.
  • Fortschrittskontrollgespräche gewinnbringend und effektiv zu gestalten.
  • angemessen auf Fragen und Probleme der Studierenden bei der Bearbeitung ihrer Fragestellung einzugehen.

Sitzungsleitung und Gruppenmoderation in der Lehre
Eine gelungene Moderation hilft, komplizierte Fragestellungen strukturiert anzugehen. Inhalte können zielgerichtet mit den Studierenden erarbeitet und erörtert werden. Dazu bedarf es zum einen einer klaren Zielsetzung, zum anderen grundlegender Kenntnisse über Methodik und Gruppendynamik.

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Inhalte und Ziele
Das Training vermittelt grundlegende Techniken zur Strukturierung und Gestaltung von Diskussionsrunden und Unterrichtsgesprächen. Die Teilnehmenden lernen Methoden und Fragetechniken, die helfen, den roten Faden zu behalten, alle Anwesenden einzubeziehen und die Ergebnisse zu visualisieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf praktischen Übungen mit Feedback durch die Gruppe und den Trainer.

Das Training vermittelt Grundlagen für eine erfolgreiche Steuerung von Diskussionsprozessen in Gruppen. Die Teilnehmenden lernen:

  • Gespräche und Diskussionen strukturiert und zielorientiert zu moderieren.
  • die Gesprächsteilnehmenden zu aktivieren und in den Prozess zu integrieren.
  • Gesprächsinhalte zu visualisieren.
  • die Dynamik der Gruppe einschätzen zu können und positiv zu beeinflussen.
  • Handlungsoptionen im Umgang mit Widerständen und Konflikten.
  • Feedbackmethoden zur Verbesserung der Abläufe einzusetzen.

Gut erklärt – komplizierte Inhalte verständlich herunterbrechen

EIN WORKSHOP FÜR LEHRENDE IN
NATURWISSENSCHAFTLICH - TECHNISCHEN FÄCHERN

Komplizierte Zusammenhänge anschaulich zu erklären und auf das Niveau der Zuhörenden herunterzubrechen, ist eine der größten Herausforderungen für Lehrende in naturwissenschaftlich-technischen Fächern. Bilder und Analogien helfen dabei, Zusammenhänge zu verstehen und sie sich zu merken, sie müssen aber dennoch dem wissenschaftlichen Anspruch genügen. Oft besteht zwischen hinreichender Tiefe und Ausführlichkeit auf der einen und Verständlichkeit auf der anderen Seite nur ein schmaler Grat. Eine gute Vorbereitung und ein gutes Gespür für die Adressaten sind daher unerlässlich.

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Inhalte und Ziele
Dieser Workshop vermittelt grundlegende Hintergründe zur Textverständlichkeit und Entwicklung von Erklärungsansätzen. Am Beispiel ihrer eigenen Forschungsarbeit üben die Teilnehmenden die verständliche Darstellung komplizierter Inhalte und das Finden und Erfinden geeigneter Vergleiche und Bilder.

Das Training erhöht die Erklärungskompetenz. Die Teilnehmenden lernen:

  • Grundlagen der Informationsvermittlung in der Kommunikation.
  • Inhalte gut strukturiert und verständlich aufzubereiten.
  • geeignete Bilder und Vergleiche für komplizierte Zusammenhänge zu entwickeln.

Improvisationstheater-Techniken für die Lehre

Gute Lehre erfordert Flexibilität, um auf Fragen und Probleme eingehen zu können. Dazu bedarf es einer guten Vorbereitung und genügend Selbstbewusstsein, um auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Spontanes und dennoch selbstsicheres Handeln vor Gruppen kann man erlernen und trainieren.

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Inhalte und Ziele
Im Improvisationstheater entstehen mit wenigen Vorgaben aus dem Publikum kurze Szenen oder ganze Theaterstücke, die häufig klassischem, „eingeübtem“ Theater in nichts nachstehen. Die Techniken, die Schauspieler nutzen, um eine Szene wirken zu lassen,  als sei sie vorher abgesprochen, können sehr hilfreich sein, um schwierige Konversations- und Präsentationssituationen in der Lehre zu meistern. Dieser Workshop vermittelt zunächst die grundlegenden Techniken des Improvisationstheaters; in einem zweiten Schritt werden diese Techniken auf Alltagssituationen der Teilnehmer übertragen.

Dieses Training erhöht die Lehrkompetenz der Teilnehmenden.
Sie lernen:

  • vor Gruppen selbstsicher, authentisch und überzeugend aufzutreten.
  • körpersprachliche Signale zu erkennen und richtig zu deuten.
  • mit unvorhergesehenen Situationen, z. B. in Vorträgen und Gesprächen, souverän umzugehen.
  • spontane Impulse zu erkennen und sich auf sie einzulassen.
  • ihr Verhalten situationsgerecht anzupassen und bei Schwierigkeiten die Oberhand zu behalten.